Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen auf die Volksbank Herrenberg-Nagold-Rottenburg

  • Schutz der Mitarbeiter und Kunden
  • Mehrstufiges Notfallkonzept sichert Funktionsfähigkeit der Bank
  • Bargeldversorgung und Zahlungsverkehr sichergestellt - Einschränkungen im    Kunden- und Kassenservice
  • Persönliche Beratung weiter möglich
  • In der Region, für die Region - Hilfestellungen für Firmenkunden
  • Weitere wichtige Informationen
 

Deutschland steht vor einer gewaltigen Herausforderung. Das Corona-Virus löst nicht nur eine medizinische Krise aus, sondern sorgt für nie dagewesene Unsicherheit in der Realwirtschaft und Verwerfungen an den Kapitalmärkten. Diese Entwicklung macht außergewöhnliche Maßnahmen der Regierung bzw. Landesregierung erforderlich mit Auswirkungen auf unseren Geschäftsbetrieb und unsere Mitglieder und Kunden. Schnelle und zielgerichtete Maßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft, wie sie die Bundesregierung auf den Weg bringt, sind notwendig und sinnvoll. Als genossenschaftliche Bank übernimmt die Volksbank Herrenberg-Nagold-Rottenburg Verantwortung für die Menschen und die wirtschaftliche Entwicklung in ihrer Region. Als Finanzpartner steht sie Privat- und Firmenkunden auch gerade in dieser schwierigen Zeit verlässlich zur Seite.

 

Schutz der Mitarbeiter und Kunden

Die Volksbank Herrenberg-Nagold-Rottenburg hat sich frühzeitig mit möglichen Auswirkungen des Coronavirus befasst. Bereits Ende Februar hat die Bank einen Krisenstab gebildet, der sich seitdem regelmäßig mit der aktuellen Situation beschäftigt und entsprechende Maßnahmen einleitet und umsetzt. Der Schutz der Mitarbeiter und die Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der Bank stehen dabei im Vordergrund. Mitarbeiter wurden frühzeitig auf Hygienemaßnahmen hingewiesen. Auch wurden Büro- und Geschäftsräume für Mitarbeiter und Kunden mit entsprechenden Hygieneartikeln zum Schutz der Gesundheit ausgestattet. Um persönliche Kontakte zu vermeiden und damit der geforderten sozialen Distanz gerecht zu werden, führt die Bank Sitzungen und Meetings in digitaler Form durch.

Mitarbeiter, die aus Risikogebieten aus dem Urlaub zurückgekehrt sind, wurden vorsorglich 14 Tage unter Weiterzahlung der Bezüge freigestellt. Aktuell sind dies 37 Mitarbeiter mit 221 Freistellungstagen (Stand 21.3.).

Alle geplanten Veranstaltungen bis Mitte Juni wurden abgesagt. Auch die für den 4. Mai anberaumte Vertreterversammlung wurde auf einen noch nicht festgelegten Termin im Jahr 2020 verschoben.

 

Mehrstufiges Notfallkonzept sichert Funktionsfähigkeit der Bank

Zur Sicherstellung des Geschäftsbetriebs wurden alle zentralen Bereiche der Bank auf die drei Hauptstellen aufgeteilt. Viele Mitarbeiter arbeiten - dort, wo möglich - mobil von zu Hause aus. Auch der Vorstand hat seinen Sitz aufgeteilt - je nach regionaler Zuständigkeit haben die drei Vorstände ihren Standort in Herrenberg, Nagold oder Rottenburg.

Der Zahlungsverkehr ist sichergestellt. Sämtliche Selbstbedienungsgeräte wie Geldautomaten, Kontoauszugsdrucker und Service-Terminals stehen weiterhin uneingeschränkt 24 Stunden täglich zur Verfügung. Damit ist die Bargeldversorgung in der Fläche vollständig sichergestellt. Beleghafte Überweisungen können weiterhin in die Briefkästen der Bank eingeworfen werden. Auf Grundlage des Notfallkonzeptes ist die Bank jederzeit auf eine Verschärfung der Situation vorbereitet.

 

Einschränkungen im Kunden- und Kassenservice

Seit Dienstag,17. März, wurde nach der ersten Stufe des Notfallkonzeptes der persönliche Kunden- und Kassenservice in den Filialen Effringen, Gäufelden, Gültstein, Hirrlingen, Kuppingen und Remmingsheim eingestellt. Diese Maßnahme wurde vorsorglich getroffen, um einer möglichen Personalknappheit aufgrund ansteigender Quarantäne- und Freistellungstage sowie der Schließung von Schulen und Kindertagesstätten vorzubeugen. Zum Schutz der Mitarbeiter und Kunden erfolgen Service- und Bargeldgeschäfte ab sofort aus den verglasten Kassen heraus. Die Kunden werden um Verständnis gebeten, sollten sich dadurch Warteschlangen bilden. Die Schließfächer sind weiterhin nach telefonischer Terminvereinbarung für die Kunden zugänglich. Ziel der Bank ist es, weiterhin Präsenz in der Fläche zu gewährleisten.

 

Persönliche Beratung weiter möglich

Die Berater der Bank stehen den Mitgliedern und Kunden weiterhin für persönliche Beratungen von Montag bis Freitag von 8-20 Uhr nach vorheriger Terminvereinbarung zur Verfügung. Der Schutz der Mitarbeiter in der Kundenberatung wird weiter erhöht: Beratungen sollen vorrangig telefonisch stattfinden. In den Büros werden Trennwände aus Plexiglas aufgestellt. Kunden, die derzeit erkrankt sind oder aus Risikogebieten kommen, werden gebeten, keine persönlichen Termine wahrzunehmen.

Neben dem Telefonservice montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr steht für telefonische Sofortberatungen das KundenDialogCenter Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr und samstags von 9 bis 15 Uhr zur Verfügung. Dieses Team ist zudem per Chat und WhatsApp erreichbar und kann auf Wunsch jederzeit per Video beraten.

Darüber hinaus ist den Kunden unabhängig von den Öffnungszeiten über das Online- und Mobile-Banking der Zugriff auf Konten und Depots per Smartphone, Tablet oder Computer möglich. Viele Services, wie zum Beispiel die Erhöhung des Dispositionskredits oder des Onlinelimits für Überweisungen, stehen ebenfalls über diesen Weg zur Verfügung.

 

In der Region, für die Region - Hilfestellung für Firmenkunden

Das Coronavirus führt zu erheblichen Verwerfungen in der Wirtschaft. Einzelne Branchen sind bereits massiv betroffen. Die von der Bundesregierung beschlossenen schnellen und zielgerichteten Maßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft, wie zum Beispiel Kurzarbeitergeld, Liquiditätshilfen, Fördermöglichkeiten, Übernahme von Bürgschaften und steuerliche Entlastung, sind notwendig und sinnvoll.

Weitreichende Hilfe über Förderprogramme der KfW für Unternehmen werden im Laufe der Woche starten. Auch die Bundesländer haben eigene Förderbanken mit ähnlichen Angeboten. So bietet die Landeskreditbank Baden-Württemberg in Kooperation mit der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg attraktive Förderdarlehen an.

Die Volksbank Herrenberg-Nagold-Rottenburg steht den Unternehmen in ihrer Region als verlässlicher Partner zur Seite, um sie in der Krise zu unterstützen. Kurzfristig wurde ein Sofortkreditprogramm „Corona Liquiditätskredit“ im Umfang von 2 Millionen Euro aufgelegt, um die schnelle Liquiditätsversorgung der Firmenkunden sicherzustellen. Dieses Programm richtet sich insbesondere an kleinere Gewerbetreibende, Freiberufler und Selbständige mit einem kurzfristigen Kreditbedarf bis 20.000 Euro.

Zudem wurden erste Schritte eingeleitet, die eine noch schnellere Kreditgewährung in dieser Krisenzeit ermöglichen.

Seitens der Kunden besteht bereits ein hohes Informationsbedürfnis. Die Bank verzeichnet Kundenanfragen hinsichtlich Liquiditätsbedarf und erwartet hier eine weitere deutliche Steigerung. Die Firmenkundenberater der Bank verfügen über hohe Kompetenz im Förderkreditbereich und erarbeiten individuelle Lösungen zur Liquiditätssicherung.

 

Weitere wichtige Informationen

Weitere Entwicklungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sind aktuell nicht vorhersehbar. Die Bank wird über ihren Internetauftritt ihre Mitglieder und Kunden jederzeit auf dem Laufenden halten und über Veränderungen informieren. Soziale Distanz zum Schutz aller hat im Moment oberste Priorität. Die Volksbank Herrenberg-Nagold-Rottenburg ist für ihre Mitglieder und Kunden da – über Telefon, Chat und Videoberatung.

23. März 2020